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Tino M. Böhler, M.A.,
Jahrgang 1963,
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Microblogging goes Business: Microblogging kann zu einem integralen Bestandteil von Enterprise 2.0 werden

Googelt man den Begriff „Microblogging“, so kommt man auf stolze 2.460.000 Treffer, sucht man nach dem Begriffspaar „Microblogging und Enterprise 2.0“, so erzielt man lediglich 234.000 Treffer. Geht man noch einen Schritt weiter und lässt Google nach „Enterprise Microblogging“, ist man mit immerhin 268.000 Treffern auf der richtigen Fährte, wenn man sich für Business-Ansätze oder eigenständige Tools für professionelles Microblogging interessiert. Um ein paar dieser Ansätze und Tools soll es hier exemplarisch im Weiteren auch gehen. Wie bereits im Beitrag „Microblogging – alles Twitter oder was? Der nächste Schritt wird kommen!“ an gleicher Stelle erläutert, sind heute stark frequentierte Internet-Tools und –Dienste wie Twitter, Yammer, Jaiku & Co für eine sichere und qualitativ anspruchsvolle Unternehmenskommunikation nicht besonders geeignet. Projekte, Dokumentationen, Handbücher, komplexe Abläufe und Prozesse oder Lizenzmanagement verlangen im Zeitalter von Enterprise 2.0 nach anderen, besseren und sichereren Instrumenten oder wie es Communardo-Geschäftsführer Dirk Röhrborn trefflich formuliert: „Anstelle der auf Personen (”follow”) ausgerichteten Kommunikation, geht es uns um themen-orientierte Kommunikation. Eine gewisse Ordnung und Struktur brauchen wir ebenso wie Vertraulichkeit und Zugriffsschutz (thematisch!) sowie die dauerhafte Speicherung von Inhalten. Alles das vermissen wir bei Twitter schmerzlich und sind auch mit den zusätzlich einsetzbaren Diensten einfach nicht zufrieden.“ Und mit diesem Standpunkt ist Röhrborn nicht allein. Neue Dienste und Lösungen, die Microblogging auf eine neue Qualitätsstufe im Enterprise 2.0 oder Web 2.0 heben können, sind bereits in der Entwicklung oder schon vorhanden. So richtet sich etwa der Dienst „HelloTxt“ (noch in der Beta-Phase) an Nutzer mehrerer Microblogging-Dienste. „Mit Hilfe von HelloTxt ist es möglich, sich über ein Dashboard um mehrere Microblogging-Services gleichzeitig zu kümmern. Die Arbeit mit den Diensten wird so um einiges einfacher als die Bedienung über einzelne Oberflächen. Gerade Vielnutzern von Microblogging-Diensten werden die Augen bei der Einfachheit von HelloTxt leuchten. Dabei ist zu beachten, dass HelloTxt sich in der Beta Phase befindet und es noch diverse Änderungen zu erwarten gibt.“ So die Autoren der Blogpiloten. Weiter heißt es dort: „Der Service von HelloTxt ist eine gute Sache für die Heavy-User von Web 2.0-Anwendungen. Das Design ist schlicht und gefällt sehr gut, genau wie das übersichtliche und einfach zu bedienende Menü. Was fehlt ist die Einbindung von Blog-Diensten wie Blogspot. Da sich HelloTxt aber noch in der Beta-Phase befindet, bleibt zu hoffen, dass auch weitere bekannte Dienste Einzug in das Dashboard von HelloTxt finden. Wer keine Lust hat, die ganzen Web 2.0-Anwendungen einzeln anzusteuern, der hat mit HelloTxt eine hübsche und gute Alternative gefunden.“

Noch einen Schritt weiter und ganz klar an die Adresse von Unternehmen im Sinne von Enterprise 2.0 gerichtet, geht die Microblogging-Software „Communote“, oder wie es auf communote.com heißt: „Communote is the microblogging service for the enterprise.“ Dieser Dienst versteht sich als Kommunikationsplattform, die firmenweites, auf Arbeitsthemen orientiertes Microblogging möglich machen soll. Noch in der Pre-Beta-Phase können sich Interessierte hier für den Beta-Test anmelden, um sich von der Tauglichkeit der Lösung in ganz unterschiedlichen Unternehmensanwendungen wie etwa Kommunikation und Dokumentation in Projekten, Begleitung von Veränderungs- und Strategieprozessen im Management oder Dokumentation von Kundenkontakten im Vertrieb und Support und Schichttagebücher in der Produktion überzeugen zu können. Eine Übersicht über die verschiedenen Applikationen von professionellem oder auch Enterprise Microblogging findet man u.a. in einem Beitrag von Joachim Niemeier bei centrestage.

Man erkennt also ganz klar, dass es bei Twitter & Co. nicht bleiben wird. So kommt es etwa im Januar 2009 in Hamburg zu Europas erster Microblogging-Konferenz, der MBC09. Cem Basmann bei sprechblase.wordpress.com zur Frage ‚Zeit für ein MicroBlogging Camp? MicroBlogging Congress?’: „Ich denke schon. MicroBlogging ist ein starker und wichtiger Trend. Jeden Tag passiert etwas Neues. Vom MicroBlogging gehen momentan die stärksten Impulse ins Web. Es geht nicht nur um den Austausch von kurzen privaten Nachrichten im Freundeskreis zum Zeitvertreib, sondern hier entsteht ein Medium, dass auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft zahlreiche Anwendungen und Chancen bietet. Ein hochinteressantes Feld. Deshalb glaube ich, würde es Sinn machen, ein Camp oder einen Congress darüber zu machen.“ Hier besonders interessant: „[…]entsteht ein Medium, dass auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft zahlreiche Anwendungen und Chancen bietet[…].“ Die Stoßrichtung geht auch hier – weit über alle Social Web-Anwendungen hinaus – in die Unternehmenswelt mit all ihren Herausforderungen und Chancen im Bereich Enterprise 2.0 und die dazu passenden Instrumente. Und wenn der Sprung von Twitter & Co. auf die Ebene professioneller Enterprise 2.0 Microblogging-Dienste und –Lösungen genauso schnell und erfolgreich in der Wirtschaft realisiert und der Service auch angenommen wird wie der Schritt vom Web 2.0 zum Enterprise 2.0 mit all seinen Applikationen – dann werden anbieterseitig wieder einmal die Schnellen und Pfiffigen die Langsamen hinter sich lassen und das Geschäft machen – bis dann eines Tages auch die Branchenriesen ‚Microblogging’ zu einem Sternchenthema machen. ‚Business as usual’ halt!

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