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Tino M. Böhler, M.A.,
Jahrgang 1963,
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Fünf Fragen an E-Commerce-Pionier und -Visonär Stephan Schambach, Executive Chairman und Founder von Demandware sowie Gründer und Ex-CEO der Intershop Communications AG

Was ist momentan das heißeste Thema im E-Commerce?
Schambach: E-Commerce ist für viele Unternehmen der einzige Absatzkanal mit Wachstum und ist deshalb vom Investitionsstop ausgenommen. Unsere Kunden wachsen im Durchschnitt immer noch mit 30 Prozent pro Jahr, wenn man die Umsätze der gleichen Monate 2008/2009 vergleicht. Die wichtigsten Themen sind Merchandising, User Experience und Social Commerce.

Wie bewerten Sie Bedeutung und Marktakzeptanz des Sicherheitsstandards PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard)?
Schambach: Niemand kommt heute mehr an PCI vorbei. Jeder der Kreditkarten annimmt und nicht PCI zertifiziert ist, riskiert sehr hohe Strafzahlungen, falls es zum Datenmissbrauch kommt. Ich gehe davon aus, dass der nächste Datensicherheits-Skandal im deutschen E-Commerce-Markt zur flächendeckenden Einführung von PCI führen wird, die Banken werden das einfach verlangen.

Gibt es eine absolute Sicherheit beim Online-Einkauf? Was können die Online-Händler dafür tun, was der Kunde?

Schambach: Nein, absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht. Aber die Sicherheit beim Online-Einkauf ist jedenfalls höher als die Gefahr, beim Einkaufen im Laden das Portemonnaie gestohlen zu bekommen. Die Händler sollten eine E-Commerce Platform verwenden, die PCI vorzertifiziert ist, wie die von Demandware, und sich dann dem PCI-Standard unterwerfen. Kunden sollten dort einkaufen, wo sie der Marke vertrauen und sicher sein können, dass es sich um ein solides Unternehmen handelt. Wer mit Kreditkarte einkauft, kann sein Geld oft leichter zurückbekommen als mit Vorkasse oder Bankeinzug.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Jahre im Internethandel und in der Vermarktung über das Web? Im Vergleich zum normalen Handel?

Schambach: E-Commerce ist den Kinderschuhen entwachsen. Mehr noch, es ist DER Hoffnungsschimmer für den Handel, der mit zunehmend unprofitablen Ladengeschäften und dünneren Margen kämpfen muss.

Was sind die Trends, wo geht die Reise hin?

Schambach: Der Trend geht ganz klar zur On-Demand E-Commerce-Plattform. Handelsunternehmen sind keine Software-Spezialisten und sind mit den komplizierten Anforderungen an die Entwicklung und den Betrieb von E-Commerce-Plattformen überfordert. Nehmen wir nur mal Themen wie PCI – wenn man das alles selbst machen muss, ist das kaum bezahlbar. Außerdem gibt es jedes Jahr neue E-Commerce-Trends wie etwa Social Commerce, wo in einem On-Demand-Modell neue Funktionalitäten vom Anbieter weiterentwickelt und installiert werden, so dass die Website immer modern und umsatzstark bleibt und sich der Händler auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.

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