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Tino M. Böhler, M.A.,
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Deutschland hat massive Nachwuchsprobleme bei Ingenieuren

Deutschland hat einer Studie zufolge ein massives Nachwuchsproblem bei Ingenieuren. In keinem wichtigen Industrieland Europas rücken so wenige Ingenieure von der Universität auf den Arbeitsmarkt nach, wie aus einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht. Zu wenige Frauen entscheiden sich demnach für ein Ingenieursstudium, zu wenige ausländische Absolventen bleiben im Land.

Auf 1000 erwerbstätige Ingenieure kamen hierzulande 2007 laut Studie 35 Absolventen von der Hochschule. In Frankreich waren es mit 73 mehr als doppelt so viele. In Spanien kamen auf 1000 erwerbstätige Ingenieure sogar 90 Absolventen, in Italien 147, in Polen und in Tschechien jeweils mehr als 200. Die Zahlen seien auch deshalb alarmierend, weil kein europäisches Land so sehr von gut ausgebildeten Ingenieuren abhängig sei wie Deutschland, dessen Wohlstand von den Exportbranchen Maschinenbau, Autobau oder Chemie abhänge.

In Deutschland arbeiten der Studie zufolge bisher so viele Ingenieure wie in fast keinem anderen europäischen Land. 3,1 Prozent der Erwerbstätigen hierzulande zählen zu dieser Berufsgruppe, nur in Finnland ist die Quote etwas höher. Dennoch fehlten im Juli 2010 knapp 37.000 Ingenieure. Nicht einmal jeder vierte Ingenieur hierzulande sei jünger als 35 Jahre. In Spanien oder Irland hingegen gehört den Angaben zufolge jeder zweite Ingenieur zu den Jüngeren.

Ein Grund für die geringe Zahl junger Ingenieurs-Nachrücker in Deutschland sei, dass viele ausländische Studenten nach ihrem Abschluss nicht in Deutschland blieben. Der Anteil ausländischer Ingenieursstudenten hierzulande liegt demnach bei 15 Prozent, das sind drei Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt. Oft verließen diese Absolventen das Land allerdings wieder, häufig wegen bürokratischer und rechtlicher Hindernisse.

Zudem entschieden sich zu wenige Frauen in Deutschland für den Beruf des Ingenieurs. So liege die Frauenquote bei den Ingenieuren hierzulande bei 15 Prozent. In Schweden seien dagegen rund ein Viertel der Ingenieure weiblich. Hinzu komme, dass die Quote der Studienabbrecher in den betreffenden Fächern in Deutschland weiter relativ hoch sei.

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