link Über den Autor:
Tino M. Böhler, M.A.,
Jahrgang 1963,
Redaktionsbüro Dresden,
E-Mail Kontakt
Mobile 0175-5607033

Juni 2012
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Site search

Neueste Beiträge

Golem.de News

Site search

Categories

Juni 2012
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Tags

Dementi Renesas: (Noch) Kein Stellenabbau geplant- Umstrukturierung steht an!

Auf diverse internationale und nationale Medienberichte, wonach der defizitäre japanische Chip-Hersteller Renesas, der u.a. Flashspeicher, Bridgechips und SoCs (System-on-Chips) herstellt, bis zu 14.000 Arbeitsplätze weltweit oder fast ein Drittel seiner Belegschaft abbauen und seine größte Produktionsstätte verkaufen will, erfolgt jetzt aus der Renesas-Konzernzentrale das Dementi. PR-Manager Kyoko Okamoto, Renesas Electronics Corporation, äußerte sich zu den bereits zahlreich erschienen Pressestimmen wie folgt: „Wir haben diese Berichte auch wahrgenommen, in denen u.a. von Stellenabbau die Rede ist. Diese Aussagen entsprechen weder offiziellen Meldungen von Renesas noch können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestätigen, was dort zum Thema Stellenabbau geschrieben steht.“ Bestätigen konnte PR-Mann Okamoto aber, dass Renesas verstärkt Teile der Produktion – bis zu 30 Prozent – an Großkunden wie beispielsweise TSMC auslagern wird.

Meldungen, wonach die Produktion von SoCs heruntergefahren und auch die Schließung einer Fabrik für LCD-Chips nicht ausgeschlossen wird, konnten von Okamoto nicht bestätigt werden. Sicherer scheint hingegen zu sein, dass Renesas noch dieses Jahr zusammen mit Panasonic und Fujitsu ein neues Unternehmen gründen wird. Nach Informationen des Wall Street Journal existiere die Idee, Design und Entwicklung von SoCs von Renesas, Fujitsu und Panasonic in dieses Unternehmen outzusourcen. Fixe Abmachungen gäbe es hingegen aber noch keine.

Im Geschäftsjahr 2011/12 (Ende März) musste Renesas einen Nettoverlust von 62,60 Milliarden Yen ausweisen. Dabei drückte der sinkende Umsatz, der um 22 Prozent auf 883,11 Milliarden Yen zurückging. Es war das zweite Jahr in Folge, in dem Renesas großen Verlust machte. Nach Angaben der Neuen Zürcher Zeitung sei Renesas – entstanden aus den Chipsparten von Mitsubishi Electric, Hitachi und NEC Corp – von den jüngsten Naturkatastrophen in Japan und Thailand sowie von der Stärke des Yen stark getroffen worden. Und Reuters meldete in diesem Zusammenhang vor wenigen Tagen, dass Renesas Electronics seinen Großaktionären am 31. Mai 2012 einen Restrukturierungsplan vorgestellt habe.