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Tino M. Böhler, M.A.,
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Molkerei Lanz vetraut auf Bosch-Raumbelüftungstechnologie Climotion: „Die bakteriologische Luftqualität ist seit der Installation vorzüglich!“

Obergerlafingen liegt im Schweizer Kanton Solothurn. Eingebettet in einer Ebene 10 km südlich von Solothurn gibt es in der Region um Obergerlafingen viele Dörfer, Agrarland und Wälder. Augrund der guten Verkehrslage haben sich verschiedene kleinere und mittlere Unternehmen in Obergerlafingen niedergelassen. So auch die 1941 gegründete Molkerei Lanz. Das inhabergeführte, mittelständische Familienunternehmen ist eine ISO 9001- und IFS-zertifizierte Privatmolkerei mit 50 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Die Milch stammt von integriert produzierenden Bauernhöfen aus der Nachbarschaft. Generell wird großer Wert auf eine möglichst natürliche Produktionsweise ohne Zusatzstoffe gelegt. Um auch die Qualität der Produkte und die hohen Anforderungen an die Hygiene in der Produktion langfristig sicher zu stellen, entschied sich Lanz beim Molkereineubau – mit wesentlich größerer Produktionsfläche – für die Klima- und Lüftungstechnik Climotion der Bosch Energy and Building Solutions. Lanz nutzt diese Technik zur energieeffizienten, kostenbewussten und vor allem hygienischen Klimatisierung der Molkerei, die nicht nur zu einer erheblichen Verbesserung des Raumklimas führte, sondern auch zu geringeren Investitionen im Vergleich zu konventionellen Lüftungsanlagen sowie zu einem reduzierten Energieverbrauch.

[Bosch-Raumbelüftungstechnologie Climotion

Die patentierte Bosch-Regelungssteuerung Climotion vermischt die zugeführte Frischluft mit der vorhandenen Raumluft langsam und gleichmäßig. Gerichtete Luftströmungen, die als Zugluft wahrgenommen werden, treten nicht mehr auf. Tempera­turschichtungen und Temperaturinseln werden weitgehend vermieden. Die Raumtemperatur ist auch in hohen Räumen vom Boden bis zur Decke gleich, insbesondere treten keine hohen Temperaturen an der Decke mehr auf. Dadurch kann der Heiz­Sollwert um 1 bis 2 °C gesenkt werden.]

„Das Einsparpotential liegt vor allem in der geringeren Investition in eine kleinere Lüftungsanlage – im Vergleich zu einer konventionellen Anlage“, sagt Gerhard Staubitzer, Geschäftsführer des mit der Planung und Ausführung beauftragten Unternehmens Gygli & Partner (CH, Gümlingen), Staubitzer weiter: „Speziell erwähnenswert beim Neubau der Molkerei Lanz ist das behagliche Klima bei geringerer Luftmenge mit einer hundertprozentigen Durchmischung der Zu- und Raumluft, und das ohne Energie-Kurzschluss.“ Der Nutzen liege wesentlich bei der absoluten Zufriedenheit des Kunden, was bei der Lüftungstechnik oft nicht der Fall sei. Andreas Lanz, Inhaber und Geschäftsführer der Molkerei Lanz, erinnert sich: „Für unseren Molkereineubau wurde die Planung der Gebäudetechnik den Spezialisten von Gygli & Partner übertragen.“ Gygli & Partner verfüge über profunde Kenntnisse der Anforderungen an Hygiene, Raumklima und Materialisierung sowie an den Einsatz der Bosch Klima- und Lüftungstechnik Climotion.

Als innovatives Unternehmen setzt man bei Gygli & Partner bei Lüftungsanlagen auf das patentierte System der Bosch-Regelungssteuerung. Hierbei handelt es sich um ein System, das sowohl Feuchtigkeit, Druck, Temperatur und Luftqualität in Einklang bringt. Empirisch belegte Werte begründen das Zusammenspiel aller Komponenten zu einer regeltechnisch fein abgestimmten Optimierung. Nicht nur der Druck und die gute Durchmischung der Raumluft führen zu einem optimalen Klima, auch die Berücksichtigung aller klimatechnisch wichtigen Aspekte wie Heizen, Kühlen und Mischgas tragen dazu bei, dass thermische Auf- und Abtriebe vermieden werden. Nebst klimatechnischen Vorteilen sind die Energieeinsparungen beträchtlich und zahlen sich durch geringere Investitionen sowie tiefere Instandhaltungskosten aus. Dazu Andreas Lanz: „Meine anfängliche Skepsis, ob das Ganze nicht einfach eine ‚De-Luxe-Lösung’ sei, wurde mit dem Hinweis gekontert, wenn man hier spare, werde der Betrieb immer ein Hygiene-Problem haben. Entgegen meiner Überzeugung haben wir die geplante Klimatisierung in Auftrag gegeben. Schon kurz nach Inbetriebnahme zeigte sich, dass der Planer absolut Recht hatte.“

An die 7 Millionen l Kuhmilch verarbeitet Lanz im Jahr. Qualität, Milch aus der Region, natürliche Zutaten und schonende Verarbeitung – nach diesen Grundsätzen produziert die Privatmolkerei Lanz im modernen Neubau in Obergerlafingen ihre Milchprodukte wie Milchdrinks, Joghurt, Schlagrahm und weitere milchbasierte Spezialitäten. An sechs Tagen pro Woche beliefert Lanz über 300 Stammkunden aus dem Einzel- und Großhandel. Für die zukunftsgerichtete Geschäftsphilosophie wurde die Molkerei zudem mit dem Solothurner Unternehmerpreis ausgezeichnet.

Zukunftsgerichtet ist zweifelsohne auch die Installation der Bosch Klima- und Lüftungstechnik. Es wurde eine zentrale Lüftungsanlage auf dem Dach (Außeneinheit) installiert, welche ausschließlich den Produktionsraum versorgt. Die Anlage ist mit Wärmerückgewinnung, Kühlung und Heizung (Entfeuchtung) auf Basis des Bosch-Systems ausgestattet. Die Zuluftmenge liegt bei einem Maximum von 10.000 m³/h, was einem stündlichen, siebenfachen Luftwechsel entspricht. Im Weiteren kann die Anlage mittels Umluft gefahren werden, was unmittelbar zu einer Energieeinsparung führt. Das Kühlregister wird mit dem Kältemittel R404a und zwei Verdampfer-Kreisen – mittels Direktverdampfung – betrieben. Die Verdampfungstemperatur liegt bei 2 °C. Dies erlaubt Zulufttemperaturen von etwa 10 bis 12 °C.

„Die Herausforderung bei der Installation lag darin“, so Gerhard Staubitzer, „die Luft möglichst zugfrei in den Aufenthaltsbereich einzubringen. Bei einer Zulufttemperatur von 10 °C ist dies mit einem konventionellen System undenkbar. Die Luft wird bei Bosch Climotion jetzt sehr einfach an vier Stellen über Lochbleche eingebracht.“ Mit einer herkömmlichen Lüftungsanlage und konventioneller Lufteinführung könne man die Zulufttemperatur auf lediglich 16 bis 18 °C minimieren, was dann etwa einer Verdoppelung der Installation gleich kommen würde. Andreas Lanz bilanziert: „Nach kurzer Einregulierungs- und Optimierungszeit hatten wir ein angenehmes Raumklima ohne Zugluft. Die bakteriologische Luftqualität ist seit der Installation vorzüglich – sie ist so gut, dass wir die eingebaute Sterilluftanlage für die Überflutung der Joghurt-Reifetanks nicht in Betrieb genommen haben. Zudem konnte der Energiehaushalt mit der Abstimmung auf die Betriebszeiten der Produktion stark verbessert werden.“ Für Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen hat Andreas Lanz abschließend eine kleine Geschichte und noch einen Tipp parat: „Mit etwa einem Jahr Vorsprung zu unserem Betrieb wurde eine ähnliche Molkerei in der Schweiz gebaut. Dort wurde das Thema ‚Klimatisierung‘ nicht gelöst, was genau zu den bekannten Problemen rund um die bakteriologische Luftqualität führte.“ Es sei im Nachhinein sehr viel schwieriger, Versäumtes nachzuholen und neu zu installieren. „Deshalb lohnt es sich unbedingt, dem Thema genügend Rechnung zu tragen und auf die Karte von Spezialisten wie Bosch und Gygli & Partner zu setzen.“ P.S. Besagte Molkerei, die das Thema ‚Klimatisierung‘ nicht löste, wurde schließlich von einem großen Konzern geschluckt.

 

Fotos/Grafiken

Konventionelles Raumklima mit gerichteter Strömung.

Ungerichtete, chaotische Strömung mit Bosch Climotion.

Bosch und Lanz