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Tino M. Böhler, M.A.,
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Alles begann mit einem Leitstand

Langjährige MES-Partnerschaft sichert optimierte Fertigung

Dresden, August 2017. Innovativ und weltoffen präsentiert sich die Haver & Boecker OHG. Das familiengeführte Mittelstandsunternehmen mit Hauptsitz im westfälischen Oelde vereint mit Drahtweberei und Maschinenfabrik zwei Unternehmensbereiche unter einem Dach – und das mit großem Erfolg. In Sachen Fertigungsoptimierung setzt man seit 2002 in der Maschinenfabrik auf die MES-Lösung cronetwork von IT-Dienstleister und MES-Anbieter Industrie Informatik. „Die Zusammenarbeit mit Industrie Informatik kann sich sehen lassen. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe“, sagt Dipl.-Ing. (FH) Andreas Bauer, Produktionsleiter der Maschinenfabrik.

Andreas Bauer: „Wir haben eine hohe Transparenz in der Fertigung und können agieren anstatt zu reagieren."

Andreas Bauer: „Wir haben eine hohe Transparenz in der Fertigung und können agieren anstatt zu reagieren.“ Bild: H&B

Unter anderem im Rahmen von Projekten wie ‚Integrative Informationssysteme und moderne Auftragssteuerung mit ERP und MES‘ führte man im Laufe der Zeit ein breites Spektrum an cronetwork-Modulen ein. BDE, MDE, Feinplanung und Personalzeit sind nur ein Teil davon, weitere Maßnahmen sind bereits in Planung. Begonnen hat jedoch alles mit einem Leitstand im Jahr 1998.

Zu dieser Zeit setzte man auf den äußerst leistungsfähigen, graphisch-elektronischen Leitstand FI-2 von IDS Scheer. Als das „State-of-the-Art-Produkt“ im Jahr 2000 von Industrie Informatik übernommen und unter dem Namen cronetwork Feinplanung weiterentwickelt wurde, musste man bei Haver & Boecker nicht lange überlegen. „Wir waren auf der Suche nach Kontinuität. Die klare Positionierung von Industrie Informatik als Anbieter von professionellen MES-Lösungen für die diskrete Fertigung hat uns überzeugt.“, berichtet Bauer. Das kontinuierliche Wachstum und die schnellen Reaktionszeiten, ließ den Ruf nach einer neuen Lösung sogar noch lauter werden. „Wir wollten die Daten möglichst dort erfassen, wo sie entstehen. Wir suchten nach einer Möglichkeit zur Verbesserung der Transparenz, um zu jedem Zeitpunkt über aktuelle Auftragssituationen Bescheid zu wissen.“, so der Produktionsleiter. „Mit einem Team qualifizierter Ingenieure und Fachkräfte entwickeln und fertigen wir heute pro Jahr etwa 700 Verpackungsmaschinen für die Grundstoffindustrie. Zudem bieten wir innovative Gesamtlösungen von der Aufbereitungstechnik über die Lagerung und Verpackung bis hin zur Versandtechnik. Um dieses breite Spektrum an Leistungen langfristig wirtschaftlich und unter Berücksichtigung vorhandener Kapazitäten optimal fertigen zu können, war die Einführung eines leistungsstarken MES ein logischer Schritt.“, berichtet Bauer.

In Sachen Fertigungsoptimierung setzt man seit 2002 in der Maschinenfabrik auf die MES-Lösung cronetwork von IT-Dienstleister und MES-Anbieter Industrie Informatik. Bild: H&B

In Sachen Fertigungsoptimierung setzt man seit 2002 in der Maschinenfabrik auf die MES-Lösung cronetwork von IT-Dienstleister und MES-Anbieter Industrie Informatik. Bild: H&B

Wichtige Voraussetzungen, die an das neue System gestellt wurden, waren eine schnelle Reaktion auf Prozessänderungen, frühzeitige Hinweise auf Planabweichungen sowie die Konfigurierbarkeit und Anpassung auf die jeweilige Arbeitsaufgabe. Den Produktionsplanern im Unternehmen sollte die aktuelle Fertigungssituation möglichst transparent – und im Idealfall online – dargestellt werden. „cronetwork war schon damals äußerst benutzerfreundlich und intuitiv aufgebaut.“, begründet Bauer die Entscheidung für cronetwork MES.

cronetwork MES und SAP im Einklang

Ein weiterer, wichtiger Schritt war ab 2011 die stufenweise Vorbereitung auf die anstehende SAP-Einführung. Die bis dato vorherrschende Client-Server-Umgebung wurde auf eine webbasierte Lösung umgestellt und sowohl die Betriebsdaten- als auch die Personalzeiterfassung erfolgte fortan über Touch-PCs in allen Produktionsbereichen. Seit dem Launch von SAP zum Jahreswechsel 2013/2014 werden sämtliche Produktionsmitarbeiter mittels cronetwork PZE geführt und verwaltet. Zusammen mit cronetwork BDE und Feinplanung erfolgt heute die Auftragssteuerung nach Freigabe über eine zertifizierte Schnittstelle von SAP an cronetwork. Die bewerteten Auftragsdaten werden direkt an SAP Controlling (CO) zurückgemeldet. „Unser wichtigstes Ziel bei der Einführung war es, die MES-Module BDE und PZE soweit vorzubereiten, dass Mitarbeitermeldungen und Auftragsdaten möglichst rasch ins SAP-System integriert werden konnten. Somit war es bereits ab dem ersten Tag nach dem Echtstart möglich, Personenbuchungen und Auftragsdaten fehlerfrei von cronetwork in unser neues ERP-System zu melden.“, sagt Andreas Bauer. Auftragsdaten werden heute aus SAP Produktionsplanung (PP) an cronetwork übertragen. Nach Einplanung der Aufträge in der Plantafel werden die Feinplantermine an SAP zurückgegeben. Dort wird der Terminrahmen vorgegeben und cronetwork optimiert mit einer festgelegten Planstrategie den Auftrag in diesem Zeitraum und meldet Abweichungen frühzeitig. Rückmeldungen erfolgen an SAP PP (Auftragsrückmeldungen) und an SAP CO (Gemeinkosten-Meldungen).

MES in allen Unternehmensbereichen

Den Produktionsalltag von Haver & Boecker unterstützt cronetwork MES – auch im Zusammenspiel mit SAP – mittlerweile auf vielfältige Weise, wie Andreas Bauer erläutert: „Die verantwortlichen Meister haben alle erforderlichen Daten aktuell im Blick. Alle Produktionsdaten werden in einem System erfasst. Der Fertigungsplaner erhält frühzeitig Hinweise bei Planabweichungen. Zudem lassen sich Eilaufträge, Reihenfolgeänderungen und Anpassungen sehr flexibel durchführen. Heute sind wir so weit, dass bereits am Monatsersten alle Abweichungen, sowohl in den Betriebsdaten als auch in der Personalzeit, abgeglichen sind. Die Bearbeitung von Fehlerprotokollen am Monatsende hat sich zudem drastisch reduziert.“

Allgemein werden die cronetwork-Module PZE, BDE und Feinplanung in allen Bereichen der Fertigung genutzt. „Die Maschinendaten werden bei uns nur im Bereich der Zerspanung erfasst, wobei wir diese aber noch nicht im Detail auswerten. In Summe nutzen heute mehr als 300 Mitarbeiter und Azubis in der Produktion cronetwork. Die Transparenz in der BDE und PZE sowie in der Feinplanung sind für uns unschlagbare Features.

Mehr als 700 Verpackungsmaschinen für die Grundstoffindustrie werden jährlich in den Hallen der MAschinenfabrik Haver & Boecker gefertigt. Bild: H&B

Mehr als 700 Verpackungsmaschinen für die Grundstoffindustrie werden jährlich in den Hallen der MAschinenfabrik Haver & Boecker gefertigt. Bild: H&B

Es ist deutlich weniger Material im Umlauf und die Aufträge bleiben im Fluss“, sagt Bauer. Dazu kommen die einfache ‚Personal-Abwesenheitsplanung’ und das monatliche Erstellen von lohnfertigen Daten mit Übergabe via Schnittstelle an das Lohnprogramm von Infoniqa. „Hier ist auch keine Doppelanlage notwendig, denn wir ergänzen lediglich cronetworkspezifische Daten.“ Im Bereich der Datenvisualisierung versorgt der Info-Leitstand berechtigte Mitarbeiter mit grafisch aufbereiteten Planungsergebnissen. Arbeitsplatz-Monitore gewähren dazu immer den aktuellen Blick in die Fertigung.

Für Andreas Bauer als verantwortlichen Produktionsleiter sind folgende cronetwork-Funktionalitäten für Haver & Boecker von größtem Nutzen:

o  Einmalige, ganzheitliche Datenerfassung
o  Transparenz des Fertigungsgeschehens (online)
o  Flexibilität in der Fertigungssteuerung
o  schnelle, transparente Reaktion auf Prozessänderungen
o  frühzeitige Hinweise bei Planabweichungen
Den Blick in die Zukunft gerichtet

Zusammenfassend kann man sagen, die Maschinenfabrik von Haver & Boecker hat heute ein flächendeckendes MES für alle betrieblichen Mitarbeiter im Einsatz. Die Schnittstellen zwischen SAP und MES funktionieren reibungslos. „Wir haben eine hohe Transparenz in der Fertigung und können agieren anstatt zu reagieren.“, resümiert Andreas Bauer. „Bis heute haben wir alle Anforderungen dank der hohen Flexibilität der MES-Lösung cronetwork abbilden können.“

Was den Einsatz von cronetwork und die Zusammenarbeit mit Industrie Informatik betrifft, hat Haver & Boecker besonders die SAP-zertifizierte Schnittstelle und die große Erfahrung aus unterschiedlichen Produktionsbereichen mit verschiedenen Lösungsansätzen geholfen. „Die Zusammenarbeit ist einfach sehr gut – wir begegneten uns von Beginn an auf Augenhöhe.“ Doch Haver & Boecker möchte mit Industrie Informatik gerne noch mehr aus seiner Fertigung rausholen, wie Andreas Bauer weiß: „Das operative BI-Tool PIDO ist sicherlich ein Thema, das wir in naher Zukunft angehen wollen, um noch bessere Kennzahlen und noch mehr Transparenz in den einzelnen Fertigungsbereichen zu erzielen.“