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Tino M. Böhler, M.A.,
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Maschinenbau erwartet auch 2018 reales Produktionsplus von 3 Prozent

Frankfurt, 14. September 2017 – Der konjunkturelle Aufschwung des laufenden Jahres wird sich nach Ansicht der VDMA-Volkswirte 2018 in dem bisherigen Tempo fortsetzen. Daher rechnet der VDMA auch im kommenden Jahr mit 3 Prozent. Für das laufende Jahr hatte der Verband bereits im Juli seine Prognose auf real plus 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angehoben. „Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 Prozent erreicht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhindern eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern. Daher wird das Wachstum 2018 keine stärkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben.“

Im größten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen für 2018 auf Expansion. Die Kapazitäten in der Industrie sind inzwischen so stark ausgelastet, wie seit 2008 nicht mehr. Es mehren sich bei den Kunden die Klagen über Kapazitätsengpässe bei Maschinen und Anlagen. „Das sollte den dringend notwendigen Ausrüstungsinvestitionen endlich auf die Sprünge helfen“, erläutert Wiechers.

In den USA, dem größten Exportmarkt des deutschen Maschinenbaus, läuft die Konjunktur bereits in diesem Jahr spürbar besser als im vergangenen. Die Ausrüstungsinvestitionen haben deutlich zugelegt, die deutschen Maschinenexporte in die USA sind im ersten Halbjahr nominal um 7 Prozent gestiegen. 2018 könnte es angesichts verbesserter Absatz- und Ertragserwartungen sogar noch eine leichte Beschleunigung der Investitionen geben. „Allerdings gibt es in Bezug auf die künftige Regierungspolitik von US-Präsident Donald Trump nach wie vor mehr Unsicherheiten als Klarheiten. Deshalb gehen wir nicht von einer zusätzlichen Beschleunigung unserer Exporte aus, sondern allenfalls von einem weiterhin soliden Wachstum – vorausgesetzt, die immer wieder erhobenen protektionistischen Forderungen manifestieren sich nicht in konkretem Handeln“, sagt Wiechers.

Der drittgrößte Einzelmarkt China sorgt ebenfalls bereits im laufenden Jahr für ein hohes Wachstumstempo. Die Maschinenexporte sind im ersten Halbjahr nominal um stattliche 23 Prozent gewachsen. Dieses Tempo wird sich schon wegen des Basiseffekts nicht halten lassen. Für 2018 rechnet der VDMA mit einem Zuwachs der Ausfuhren in prozentual mittlerer einstelliger Höhe. In Anbetracht der Größe des Marktes – 10 Prozent der deutschen Maschinenexporte oder knapp 8 Prozent der deutschen Produktion gehen nach China – kommt es hier also zu einem Dynamikverlust für die Gesamtkonjunktur im Maschinenbau in Deutschland, „der durch eine Steigerung beim Absatz in anderen Märkten kompensiert werden muss und wohl auch kann“, prognostiziert der VDMA-Chefvolkswirt.

Die Exporte in die Partnerländer der EU haben im ersten Halbjahr ebenfalls zugelegt. Das bisher ausgewiesene Plus von 2 Prozent könnte sogar unterzeichnet sein, da es hier regelmäßig mit mehrmonatiger Verspätung zu umfangreichen Nachmeldungen kommt. Rückläufig waren zuletzt die Exporte in das Vereinigte Königreich (minus 4 Prozent im ersten Halbjahr). „Für 2018 rechnen wir für die meisten EU-Länder weiterhin mit Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich. Die Konjunktur hat in der EU deutlich an Fahrt gewonnen. Es gibt einen Nachholbedarf an Investitionen, gerade in der Euro-Zone. Der Auftragseingang aus den Euro-Partnerländern ist in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mit einem Plus von 11 Prozent eindeutig auf Expansionskurs“, erläutert Wiechers.

Die Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer (ohne China) wies im ersten Halbjahr 2017 ein Exportplus von nominal 5 Prozent auf. „Hier sehen wir 2018 für die meisten Länder weiterhin Wachstumspotenzial. Das gilt beispielsweise für Brasilien, Russland und Indien. Unklarer ist die Lage in der Türkei, in Mexiko und im Iran. Hier hängt vieles vom weiteren politischen Geschehen ab“, resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.